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BeitragVerfasst: Mo 27. Feb 2017, 19:11 
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Registriert: Do 15. Aug 2013, 16:20
Beiträge: 397
Modell:: Crosstourer DCT
Wohnort: 86853
Geldstrafen sind einkommensabhängig.
Eine Geldstrafe besteht aus sog. Tagessätzen.
Die Anzahl der Tagessätze entspricht der Freiheitsstrafe in Tagen.
Die Höhe des Tagessatzes errechnet sich aus dem Einkommen.
30 Tagessätze entsprechen einem Monat und sollen in der Höhe einem Monatseinkommen nach Abzug der Lebenshaltungskosten entsprechen.
Im Gegensatz zu Geldbußen, das sind die Strafen im Ordnungswidrigkeitenrecht.

_________________
Was rühmst Du Deinen schnellen Ritt? Dein Pferd ging durch und nahm Dich mit! (Emanuel Geipel)
Ein Motorrad fällt nur dann um, wenn es ZU LANGSAM ist! (Fred Pfänder)


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BeitragVerfasst: Mo 27. Feb 2017, 19:46 
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Registriert: Mo 22. Feb 2016, 20:19
Beiträge: 110
Vorname: Alois
Modell:: Crosstourer mit DCT
Wohnort: Westerheim
Einkommensabhänige Strafen sind für so einen Fall ein Witz.
Der tödlich Verunglückte kann damit nichts mehr anfangen.
Wenn die Täter mit Vorsatz und außer Acht lassen sämtliche Vorschifften begehen ist eindeutig ein billigen der daraus entstehenden Schäden und müssen dafür bestraft werden.
Ist doch eindeutig Vorsatz wenn mit mehr als der dreifachen erlaubten Geschwindigkeit über rote Ampeln gerast wird.
Ich sehe auch den vorhersehbaren Unfall als Mord und muss auch als vorsätzlichen Mord geahndet werden.
Wer kommt nun für die Einkommen der Angehörigen des Getöteten auf ????

_________________
immer eine Gute Fahrt,
viele Grüße
Louis


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BeitragVerfasst: Mo 27. Feb 2017, 20:03 
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Registriert: Fr 3. Jun 2016, 16:01
Beiträge: 178
Vorname: Winfried
Modell:: Crosstourer mit DCT 2012
Die Geldstrafen / Geldbußen meinte ich für kleinere Vergehen !!! (Einkommensabhängig meine ich für beides.)

Auf jedenfall nicht für die, die in der Stadt Rennen fahren. Egal ob Auto oder Motorrad.

Ich habe mich glaube ich nicht deutlich genug ausgedrückt.

_________________
Tschüß Winfried

Beim meinem Motorrad ist das Aussehen und die Sauberkeit egal,
aber zuverlässig, sicher, bequem, praktisch, etwas robust, mit Fahrspaß muss es sein.


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 08:02 
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Registriert: Mo 16. Jun 2014, 14:38
Beiträge: 564
Vorname: -
Modell:: Crosstourer
Wohnort: Berlin
Zitat:
Also ich finde das Urteil für die Raser gut.
Wer mit 160 in der Stadt über rote Ampeln fährt nimmt mit Sicherheit tödliche Unfälle in Kauf.
Leider dürfte das Urteil in der Berufung abgeschwächt werden.
Sicherlich nimmt er Tödliche Unfälle in Kauf da wäre ich bei Dir. Fahrlässige Tötung würde ich als Urteil auch okay finden, aber Mord ? Mord hat doch Den Vorsatz das du jemanden töten wolltest. Im Berliner Fall noch krasser, zwei liefern sich ein Strassen rennen, einer baut einen Unfall wodurch jemand tödlich verletzt wird. Beide wurden aber wegen Mordes mit Lebenslänglich bestraft. Sippenhaft jetzt auch schon möglich in Deutschland ?

Deutliche Strafen, völlig in Ordnung, aber das Urteil ist härter als für so manchen echten Mörder der mit einer Waffe vorsätzlich jemanden Umgebracht hat.

Hier fehlt mir eindeutig die Verhältnismässigkeit zu anderen Urteilen/Delikten.


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 08:16 
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Registriert: Di 8. Mär 2016, 13:50
Beiträge: 409
Vorname: Jürgen
Modell:: Crosstourer 2017 DCT
Wohnort: Köln
wer Straßenrennen auf öffentliche Straßen verlegt, begeht in meinen Augen wohl Mord.
Er geht vorsätzlich die Gefahr ein, einen möglichen Unfall zu bauen und damit auch unbeteiligte zu verletzen oder zu töten.

es gibt für Leute die ohne Limit fahren wollen, Rennstrecken, sogar Rennstreckentrainings und noch besser gewisse Lizenzen die bis zur Formel 1 führen.
Wer rasen will soll gefälligst auf die Rennstrecke gehen.

Beim CTT 2016 ist eine Rennblümchengruppe auch etwas schneller gefahren und hat in Rechtskehren überholt. Das ist jedem selbst überlassen. Solang sie niemanden damit mitnehmen. Sieht es die Wegelagerei. Ist eben aus. Selber schuld.
Es gibt Länder, wo die einem sofort das Bike/Auto einziehen. (glaube Austria / Niederlande ...) gut so.

_________________
CT 2017 DCT Rot/Schwarz - Sitzbank von Niklas Lange, Motorschutz und Sturzbügel von H&B, - GIVI Nebelscheinwerfer, HONDA Hauptständer, GIVI-Topcaseträger, GIVI Outback Tracker; TomTom 400 - SHOI GT Air
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WhatsApp-Gruppe "CT-Köln"


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 10:12 
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Registriert: Fr 14. Mär 2014, 14:35
Beiträge: 185
Modell:: CT mit DCT
Es MÜSSEN Zeichen gesetzt werden :!:

Selbst wenn dieses Urteil wieder gekippt werden sollte, ist es ein Schritt in die richtige Richtung :!:

Verhältnismäßigkeit hin o. her...

Die "Leute" missbrauchen ihre Fahrzeuge bei solchen Rennen unbewusst als Waffe :!: :!:

Unwissenheit schützt vor Strafe NICHT :!:

Selbst wenn "nur" 15 Jahre abgesessen werden sollten, ist ein LEBEN genommen worden :!: :!: :!:

Mir ist unser "Zivilisationsgehabe" zu rücksichtsvoll geworden...wie z.B. 3-4 Bewährungsstrafen GLEICHZEITIG verhängt werden...weil die SOZIALPROGNOSE zu berücksichtigen ist... es würgt mich

_________________
Every man has a right to his opinion, but no man has a right to be wrong in his facts.


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 10:27 
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Registriert: Mi 9. Mai 2012, 12:26
Beiträge: 479
Hi Mario,

für die Unterscheidung zwischen fahrlässiger Tötung und Mord sind neben den objektiven Tatbeständen auch die subjektiven Tatbestände sehr wichtig.

Bei den subjektiven Tatbeständen ist natürlich der Vorsatz genau zu prüfen.

Wie ist es zu werten, wenn jemand mit 160 km/h unter Missachtung mehrerer roter Ampeln über eine belebte Straße rast? Dort befinden sich Lokale, Kinos, Theater mit Besuchern, Spaziergänger, Touristengruppen, starker ÖPNV, Taxis, Halten in zweiter Reihe usw. usw.

Mit Sicherheit fand das "Rennen" nicht statt, um einen Menschen zu töten, aber es wurde in Anbetracht der o. a. Begleitumstände billigend in Kauf genommen. Und das ist gleichzusetzen mit bedingtem Vorsatz. Auch wenn Analogien im Recht kaum möglich sind, so gibt es Parallelen zu den Steinewerfen von Brücken. Die wollen wahrscheinlich auch keinen Menschen töten, nehmen es aber billigend in Kauf. Bei denen wird übrigens grundsätzlich wegen Mordes ermittelt!

Im i-net gibt es jede Menge Artikel zum bedingten Vorsatz, kann jeder stöbern.

Bleiben die Prüfungen des objektiven Tatbestandes. Es liegen "niedrige Beweggründe" vor (Potenzgehabe). Ich denke, darüber gibt es nach den Gutachten keinerlei Zweifel. Ein Fahrzeug so in der innenstadt zu bewegen, kann als ein "gemeingefährliches Mittel" eingestuft werden. Und ein Mensch wurde getötet.

Damit sind die Tatbestandsmerkmale des Mordes erfüllt.
https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__211.html

Interessant in dem Zusammenhang ist die Äußerung der Gutachterin, die sinngemäß lautete, das die bisherigen Strafen keinerlei Eindruck auf die Täter hinterließ. War es also nur ein Frage der Zeit, hätten also deftige Maßnahmen im Vorfeld diese Geschehnisse verhindert? Und dann drehen wir uns im Kreis zu sehr langen Fahrverboten, Einziehung des Fahrzeuges (spätestens im Wiederholungsfall) usw.

Bleibt die Frage nach "Sippenhaft" übrig, da ja "nur" einer den "Unfall" verursachte. Hier hilft ebenfalls das Strafgesetzbuch weiter, siehe § 25 Abs. 2
https://dejure.org/gesetze/StGB/25.html

Die Berliner Richter erwiesen Mut, da bisher in ähnlichen Fällen eine "fahrlässige Tötung" herauskam. Dieses Verhalten aber mit Fahrlässigkeit zu bewerten, halte ich persönlich für "gewagt".

Aber in aller Deutlichkeit, das Berliner Urteil ist ein Einzelfallurteil. Ein tödlicher Ausgang solch eines "Rennens" auf einem einsamen Industrieparkplatz irgendwo in der Wildnis muss anders bewertet werden.


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 12:30 
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Registriert: Mo 16. Jun 2014, 14:38
Beiträge: 564
Vorname: -
Modell:: Crosstourer
Wohnort: Berlin
Norbert,

ich habe kein Problem damit wenn da hart durchgegriffen wird. Mir fehlt alleinig die Verhältnismäßigkeit zu anderen Urteilen.

Beispiel: Zwei bewaffnete machen einen Banküberfall, einer von beiden erschießt dabei einen. Dann wird der der nicht geschoßen hat milder verurteilt. Das ist hier im Berliner fall nicht passiert. Und so lange Mörder "Personen die mit einer Waffe vorsätzlich jemanden erschoßen haben" weniger als Lebenslänglich bekommen, so lange ist das Urteil hier (wo sicherlich der Tod billigend in Kauf genommen wurde aber die Tat nicht als Mord geplant war) schlicht überzogen und nicht verhältnismäßig. Nehmen wir mal den Sylvesterschützen der eine Waffe zieht und in die Menge schießt, dem würde ich eher unterstellen den Tod billigen in kauf genommen zu haben als zweien die sich ein Autorennen liefern. Der wurde ja auch wegen Mordes verurteilt, bekam aber nur 12 Jahre und 6 Monate. Also mit einer Waffe in die Menge Schießen ist Mord mit knapp 13 Jahren als Urteil und ein Strassenrennenfahren wobei es zu einem Unfall mit Todesfolge kommt ist Mord mit Lebenslänglich ?
Sorry da fehlt mir das Verständnis - andersrum würde das für mich viel mehr Sinn ergeben.

Alleine mal die Maximalstrafe die es schon für fahrlässige Tötung (Strassenverkehr) gibt ausreizen (das wären 10 Jarhe) wären auch ein deutliches Signal gewesen und meines erachtens auch Verhältnismäßig zu "richtigen" Mördern. Das Problem ist ja das andere Fällt so milde bestraft werden das die mit Bewährung davon kommen. Wann wurde denn in so einem Fall schon mal die Höhststraffe von 10 Jahren ausgenutzt für fahrlässige Tötung im Strassenverkehr ?

Wir liegen beide vermutlich gar nicht weit aus einander ;-)

Ich habe eher generell ein Problem mit unseren Urteilen, ich finde z.B. Vergewaltiger werden meist viel zu milde bestraft genauso wie Kindesmissbrauch.

Gruß Mario


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 14:15 
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Registriert: Mi 9. Mai 2012, 12:26
Beiträge: 479
Hi Mario,

da haben wir eine sehr große Schnittmenge, eine seeehr große.

Bei manchen Urteilen staunen wahrscheinlich nicht nur wir beide.

Ich finde es auch immer wieder "drollig", wenn über Gesetzesänderungen nachgedacht wird, obwohl eigentlich die vorhandenen Gesetze ausreichen würden. .... wenn sie nur konsequent umgesetzt werden würden.

Wieso saß Ulli Hoeneß im Knast? Welche Gefahr ging denn von dem aus? Hatte man Angst, dass der in der U-Bahn Rentnern das Handy wegnimmt? Wenn ich dann wieder erlebe, was da für Typen mit einem beeindruckenden Vorstrafenregister wegen einer "günstigen Sozialprognose" frei rumlaufen.....

Gut, da können wir wahrscheinlich endlos philosophieren. Vielleicht wird ein Schuh d'raus, wenn wir feststellen, dass hier wegen Mordes ein korrektes Urteil gefällt wurde und das andere Urteile viel zu milde waren.

Trotzdem muss die Diskussion erfolgen, wie man bereits im Vorfeld mit diesen Spinnern umgeht. 400 Euro und ein paar Punkte sind für solch ein gemeingefährliches Verhalten eindeutig zu wenig.


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 21:18 
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Registriert: Mo 22. Feb 2016, 20:19
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Zitat:
Der wurde ja auch wegen Mordes verurteilt, bekam aber nur 12 Jahre und 6 Monate. Also mit einer Waffe in die Menge Schießen ist Mord mit knapp 13 Jahren als Urteil und ein Strassenrennenfahren wobei es zu einem Unfall mit Todesfolge kommt ist Mord mit Lebenslänglich ?
Gruß Mario
Soweit mir bekannt ist, sind lebenslänglich eh nur 15 Jahre und bei Guter Führung sind da Entlassungen nach ca. 12-13 Jahren möglich

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immer eine Gute Fahrt,
viele Grüße
Louis


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BeitragVerfasst: Di 28. Feb 2017, 23:18 
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Zitat:
Soweit mir bekannt ist, sind lebenslänglich eh nur 15 Jahre und bei Guter Führung sind da Entlassungen nach ca. 12-13 Jahren möglich
Das ist nicht richtig: http://www.strafrecht-wi.de/lebenslaenglich/

_________________
Gruß,
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BeitragVerfasst: Fr 7. Jul 2017, 11:09 
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In den letzten Wochen hat sich in dieser Gesamtthematik einiges getan.

Der BGH kassierte ein "Raserurteil". Es wurden nach einem tödlichen "Rennausgang" Bewährungsstrafen verhängt. Der BGH urteilte nun "zu wenig". Siehe hier:
https://www.tagesschau.de/inland/autore ... r-103.html

Im Deutschen Bundestag wurde "Rasen/illegale Rennen" zur Straftat erklärt. Damit schließt sich die Kette:
Straftat -> Fahrzeug ist Tatwerkzeug -> Tatwerkzeuge unterliegen der Einziehung

Natürlich gibt's da schon noch Fragen, die wahrscheinlich sehr oft gerichtlich geklärt werden müssen.

Sehr guter Artikel:
https://community.beck.de/2017/06/20/ei ... -315d-stgb


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BeitragVerfasst: Fr 7. Jul 2017, 13:15 
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Registriert: So 29. Jan 2012, 16:58
Beiträge: 456
Modell:: CT-klassisch
Wohnort: BY
Das Problem in Deutschland mit der Raserei ist die viel zu lasche Gesetzgebung
und Bestrafung, egal ob mit oder ohne Schädigung Dritter.
Hier sollte man sich in den Nachbarländern Österreich, Schweiz und Frankreich umsehen.
Dort wird schon wegen geringerer Delikte die Fahrerlaubnis entzogen, empfindliche Geldstrafen
oder Gefängnisstrafen verhängt und das Fahrzeug beschlagnahmt bzw. versteigert oder verwertet.
Interessanterweise ist die Moral der Verkehrsteilnehmer in diesen Ländern auch deutlich besser als
bei uns.

Jedoch wird sich in Deutschland nichts ändern solange die Automobil-Lobby die Ministerien in Berlin
und den Ländern infiltriert hat und "Vorschläge" über Gesetze überreicht, die z. T. dann auch so
übernommen werden.
Den Regierenden und auch den Abgeordneten wird z.T. ein lukrativer Posten nach der Amtszeit in Aussicht
gestellt und schon läuft die Gesetzgebung wie von der Lobby gewollt.
Man sehe sich nur das verbraucherfeindliche Verhalten der Regierung im Zusammenhang mit der
VW-Abgas-Affäre
an.

_________________
Greetings
Peter(p)


Trax Kofferset mit TC, Hauptständer, Griffheizung, Tourenscheibe, GIVI-LED Scheinw., SW-Motech Unterbodensch., Pyramid Hinterradabd., TT-TE-Spritzschutz, GFK-Spritzschutz vorn, Kühlerschutz, SW-Motech Sturzbügel, Stebel, Bagster


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BeitragVerfasst: Fr 7. Jul 2017, 15:38 
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Registriert: Mi 9. Mai 2012, 12:26
Beiträge: 479
Mit der Autolobby hast du Recht.

Aber eine "Raserlobby"....? Ich denke mal, dass "die" es auch nicht so gerne lesen, dass schon wieder ein "Rennen" zwischen zwei MB erfogte, bei dem Menschen getötet wurden. Das sind Schlagzeilen, die auch die Autohersteller nicht wirklich benötigen.


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BeitragVerfasst: Fr 7. Jul 2017, 16:23 
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Registriert: So 29. Jan 2012, 16:58
Beiträge: 456
Modell:: CT-klassisch
Wohnort: BY
Imho gibt es zwischen der Autolobby und der von Dir genannten Raserlobby wohl Überschneidungen.
Denn die Autolobby hat bisher ein Tempolimit verhindert. Die Motivation dazu ist ziemlich durchsichtig.
Es sollen weiterhin große und stark motorisierte Fahrzeuge in Deutschland verkauft werden.
Sobald ein allgemeines Tempolimit eingeführt wird, wird wohl auch der Verkauf dieser Fahrzeuge zurückgehen.
Und die großen und PS-starken sind die mit der höchsten Gewinnmarge.
Natürlich will die Autolobby nicht zur Raserlobby gezähtl werden. Und sicher verurteilen sie die
illegalen Rennen, wo auch immer. Aber ist da nicht ein Zusammenhang zwischen hohen Geschwindigkeiten
auf der Autobahn und den illegalen Rennen?

_________________
Greetings
Peter(p)


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BeitragVerfasst: Fr 7. Jul 2017, 21:45 
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Registriert: Mi 9. Mai 2012, 12:26
Beiträge: 479
Autolobby - freie Fahrt auf Deutschen Autobahnen???

Dieser Argumentation konnte ich noch nie richtig folgen. Deutschland ist das einzige Land auf dem Planeten, wo kein Speedlimit vorliegt. Trotzdem verkauft die Deutsche Autoindustrie in alle Welt ihre Autos. Zum Teil in Ländern, wo sehr restriktive Tempolimits vorliegen und diese auch "sehr böse" geahndet werden. In der CH sieht man reihenweise Ferrari, Porsche & Co. Für viele Amis sind Vmax 250-Powerlimousinen "Made In Germany" ein Statussymbol.

In Ländern mit Speedlimits werden ebenfalls Highspeed-Autos und auch -Motorräder gebaut. Deswegen glaube ich kaum, dass die Deutsche Autoindustrie auch nur eine Powerlimousine weniger verkauft, selbst wenn hier auf der BAB 130 Km/h Höchstgeschwindigkeit gelten würde.

Im Übrigen interessiert es diese hirnbefreiten "Rennteilnehmer" nicht, ob es Geschwindigkeitslimits gibt. Die rasen auch nachts auf dem Kudamm oder auf sonstigen innerstädtischen Straßen mit zum Teil über 100 Km/h. Es interessiert sie auch nicht, ob da rote Ampeln sind oder andere gefährdet werden.

Im Internet werden hirntote Raser als "Helden" gefeiert, die zum Teil mit >300 Km/h auf Landstraßen unterwegs sind.

Ich glaube nicht, dass die Ursache in der Lobbyarbeit der Autokonzerne liegt, sondern viel mehr eine gesellschaftliche Fehlentwicklung darstellt. Haben evtl. Filme wie "Fast & Furios" eine größere "Auswirkung" als die Herstellung eines AMG-MB? ist es wirklich wichtig, ob ein Straßenauto in 37 oder in 38 Sekunden einen Rundkurs durchfährt, wie es in Sendungen wie z. B. "Top Gear" vermittelt wird?

Ich glaube nicht, dass PS-starke Autos das Problem sind, das Problem sitzt hinterm Lenkrad!

Gleiches gilt natürlich auch für Motorräder mit 200 PS...


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BeitragVerfasst: Sa 8. Jul 2017, 06:20 
Offline
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Registriert: So 13. Sep 2015, 18:24
Beiträge: 366
Modell:: Crosstourer mit DCT
Wohnort: Wesel
"Motorräder mit 200 PS"

Wie sich die Zeiten ändern...
Als ich und wohl die meisten hier unsere Zweiradkarriere begannnen, gab es noch die freiwillige Selbstbeschränkung auf 100PS. Jedes in D verkaufte Krad wurde auf max. 100PS gedrosselt.
Unsere Crosstourer mit 129PS hätte da schon als völlig verrückt gegolten.

Ich kann mich erinnern, das ein Bekannter mir seinen "EU-Import" - also aus einem der hier als viel zivilisierter beschriebenen Länder - geliehen hat: CBR1000F mit 136PS.
Meine ersten 250km/h auf der Autobahn :oops: :oops: :oops: ...

Das war hirnlos... dieses Organ ist bei 19jährigen in einigen Bereichen halt noch nicht so entwickelt...

Jetzt reden wir über 200PS...

Ich würde mir wünschen, das der deutsche Regulierungswahn gestoppt wird. Alle paar hundert Meter steht ein Schild mit einem anderen Limit. Witzigerweise werden kurz vor Ortseinfahrten in aller Regel die vorher geltenden Beschränkungen aufgehoben - das soll vermutlich die Erträge der Spendensammler direkt hinter dem gelben Schild maximieren...
Oder steckt dahinter eine Schilderlobby?

Ich finde die französische Lösung durchaus sympathisch: 90 auf der Landstraße - aber eben (fast) immer und nicht wie hier oft 70 oder sonstwas.
Auf der Bahn 130 und bei Nässe 110 - aber eben (fast) immer und nicht wie hier mal 80 oder 100 oder sonstwas...

Der deutsche Nachtwächterstaat will an jeder Kurve und jedem Streckenabschnitt bis aufs halbe km/h vorgeben, was als Geschwindigkeit als sicher gilt. Und zwar einheitlich für alle! Unabhängig von Fahrzeug, Beladung oder Erfahrung...
Oder will man uns nur verwirren, damit man mehr Wegezoll erwirtschaften kann???

Unsere üppigen Steuergelder sollten dazu genutzt werden, die Infrastruktur in Stand zu halten - stattdessen wird mit Bitumen gepfuscht und an jeder Bodenwelle einSchild und ein Blitzer aufgestellt.
Radaranlagen kann man ja heutzutage sogar privatisieren - 0 Kosten, nur Profit - bei neuem Asphalt ist das genau umgekehrt...

Wenn man dann noch gefährliche Raser anders behandelt, als jemanden, den auf der freien dreispurigen Autobahn bei 15km freier Sicht und Sonnenschein mal kurz der Hafer sticht, sind wir schon einen Schritt näher an meiner idealen Welt.

Das mit den 200PS hat schon was... denn was mich als Motorradfahrer am meisten nervt, sind Motorradbesitzer, die auf der Geraden an einem vorbeiknallen, um ihre Rennmaschine dann um die nächste Kurve zu tragen und den Verkehr aufzuhalten... Auf der folgenden Geraden sind sie dann wieder schnell... Vielleicht sollten wir dann auf 50 oder 70PS heruntergehen - das reicht für alles außer Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung!

_________________
Martin

Humor: Begabung des Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt und der Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Humor
https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz


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BeitragVerfasst: Sa 8. Jul 2017, 07:04 
Offline

Registriert: Mi 9. Mai 2012, 12:26
Beiträge: 479
Zitat:
Ich würde mir wünschen, das der deutsche Regulierungswahn gestoppt wird.
Ja, völlig korrekt. Aber diesen Regulierungswahnsinn hast du doch nicht nur im Bereich des Straßenverkehrs.

Siehe die deutsche Steuergesetzgebung, mache ein kleines Ladensgeschäft auf und du bist im Dschungel der Verwaltungsvorschriften und Ausnahmeverordnungen. Dann Vorschriften, die von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt eingeführt werden, wie das Verkaufsverbot von UKW-Radios - kein Witz:
http://www.weser-kurier.de/startseite_a ... 08059.html
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artike ... z-tkg.html

Darüber dann die EU-Verordnungen und Richtlinien

Und zum Schluss eine "political correctnes", die mir zwar keiner ganz genau erklären kann, aber man "ganz böse" ist, wenn man sich nicht daran hält.


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