Beiträge von Fred Feuerstein

    Die 3 mm sind sogar eher optimistisch angesetzt.
    Es ist völlig egal, wie weit der Gasgriff geöffnet ist - bei entsprechender Dehzahl liegt die entsprechende Leistung an.
    Ich beschäftige mich von Berufs wegen mit diesen Drosseln und der A2-Thematik.
    Ein 600er Supersportler kann den Gasgriff nur noch ca. 1/3 bis 1/2 vom ursprünglichen Weg drehen.
    Ein Superbike (Suzuuki GSX-R1000, BMW S1000RR usw.) hat noch 2 - 3 mm Gasweg.
    Da ist das Spiel vom Gaszug größer als der tatsächlich betätigte Weg.
    Und damit zu fahren ist m.E. einfach nur krank.
    Nachträgliches Drosseln wird fast ausschließlich nur über die Begrenzung des Gaszugs bzw. der Drosselklappenstellung gemacht, weil es einfach und billig ist. Entsprechend viele fahren deswegen auch ohne die Drossel rum, weil sie entsprechend einfach auszubauen ist.
    I.d.R. reicht ein Kreuzschlitzdreher und das Ding ist weg...


    Möglicherweise, weil eine "150 Kilo-KTM" für Geländesport ausgerichtet ist.
    Abgesehen davon, welche KTM hat 150 Kilo? Ich kenne keine mit Straßenzulassung, außer der 690er SMC-R, die hat lt. Datenblatt 157 kg und m.E. keine signifikant dickeren Speichen.


    Wenn Du das auf die 1050er Adventure beziehst, dann ist das nicht korrekt. Die wird auf 35 kW/48 PS gedrosselt, weil sie schwerer ist als 175 kg. (Vorgeschriebenes Leistungsgewicht bei Kl. A2 ist max. 0,2 kW/kg)
    Sie wird deswegen elektronisch gedrosselt, weil KTM als österreichischem Hersteller die Rechtslage bekannt war, und sie deswegen dieses Modell mit 70 kW/95 PS entwickelt haben, damit sie A2-tauglich ist. Folgerichtig wird auch eine A2-Version von Werk aus mit einer tauglichen "Drossel" sprich mit einer anderen Elektronik angeboten.
    Die üblichen Gaswegbegrenzer machen nur dann Sinn, wenn von der ursprünglichen Leistung nur ein kleiner Teil gedrosselt werden muss. Dummerweise werden solche Anschlagbleche, mehr ist es nicht, für Maschinen bis zu 200 PS angeboten.
    Wenn man sich dann aber vor Augen hält, dass bei entsprechenden Motoren die 48 PS schon bei max. 4000 Umdrehungen anliegen und der Gasgriff in der Bewegung auf max. 3 mm begrenzt wird, kann man sich vorstellen wie so ein Motorrad zu fahren ist und wie groß die Motivation des geneigten Fahrers ist, diesen Blechstreifen am Motorrad unberührt zu lassen.


    edit:
    @Dietmar:
    Warum fährst Du nicht die KTM? Sie wäre besser zu fahren, hätte ein besseres Leistungsgewicht, die Drossel ist entsprechend abgestimmt, sie ist billiger und Du dürftest damit sogar im Ausland fahren.
    Also warum Crosstourer???

    Die Anpassung sieht vor, dass diejenigen, welche die Kl. A2 bis zum Stichtag der Entscheidung erworben haben, in Deutschland die betreffenden Maschinen weiter fahren dürfen. Erwerber nach dem Stichtag fallen dann unter die "neue" Regelung.
    Zum Thema "Bürokratendenken":
    Es ist eben nicht egal, von welcher ursprünglichen Leistung runtergedrosselt wird.
    Wenn die Drosselung zu extrem wird, ist so eine Maschine nicht mehr vernünftig fahrbar, weil die Leistungskurve nicht mehr stimmt.
    Näher brauchen wir an dieser Stelle nicht drauf eingehen. Wen es interessiert, soll es einfach mal ausprobieren oder sich die verschiedenen Drosseln nur anschauen.


    Hi Alexej, schau doch mal auf diese Webseite: http://www.doriswiedemann.de/reisen/taiga_tour_bilder_1.html
    Setze Dich doch mit Doris in Verbindung und frage sie nach ihrer Erfahrung. Sie kann Dir jedenfalls sagen, mit welchem Verschleiß du zu rechnen hast, und bestimmt auch noch andere Tipps.


    Obacht:
    Die Gummimarker (Indikatoren) markieren nicht die in Deutschland vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.
    Die sind bei Motorradreifen nur ca. 0,7 mm hoch und wenn Du die angefahren hast, dann ist das im Beanstandungsfall schon einen Punkt in Flensburg wert.
    Nur bei Autoreifen kannst Du die Marker als Anhaltspunkt nehmen, da sind sie höher.