Beiträge von DeltaWhisky

    Ohne die Gegebenheit zu kennen, gibt es da keine guten Antworten. Deshalb ein paar Fragen vorweg:

    • Hast Du eine fest verankerte Vorderradwippe?
    • Wo hat der Sprinter Zurrpunkte? An den Seitenwänden , im Boden, etc?

    Im Endeffekt musst Du ein paar Dinge sicherstellen:

    1. Sowohl Vorder- als auch Hinterrad müssen gegen seitliches Verrutschen gesichert werden. Vorne funktioniert das mit Vorderradwippen sehr gut, wenn die fest mit dem Transportfahrzeug verbunden sind. Für hinten gibt es eigentlich spezielle Radsicherungssysteme, aber ich habe noch keines gefunden, das mit unserer Crosstourer funktioniert. Eine Alternative für Transporter sind z. B. Vierkanthölzer, mit denen das Rad gegen die Want verkeilt wird. Auf dem Hänger verwende ich gerne zwei zusätzliche Gurte, mit denen ich jeweils links und recht eine Schlaufe durch die Felge lege und zu den Seiten hin verzurre. Da geht dann auch nichts mehr links oder rechts.
    2. Das Motorrad darf auch in Kurven nicht kippen. Wir müssen hier als vor allem gegen die horizontalen Zentrifugalkräfte wirken, die schnell sehr groß werden können. Wenn Dein Sprinter Zurrpunkte an den Seitenwänden hat, die auch etwas höhere Kräfte aufnehmen können, wäre das ideal. Beim Motorrad hättest Du vorne obere oder untere Gabelbrücke als gute Punkte, hinten würde ich die Soziagriffe nehmen. Wenn es nur im Boden des Transporters Punkte gibt, muss der Gurt wenigstens in einem Winkel von etwa 30° zur Vertikalen gespannt werden, sonst werden wegen des Hebelgesetzes die Kräfte zu groß. Generell gilt, dass höhere Zurrpunkte am Motorrad besser sind, weil geringere Kräfte nötig sind, um die Zentrifugalkräfte auszugleichen.
    3. Es muss so fest gegen Boden gezogen werden, dass sich die Räder auch bei Schlaglöchern nicht vom Boden lösen. Ideal wäre es, direkt die Radachsen senkrecht nach unten mit dem Boden zu befestigen, so eine Möglichkeit gibt es aber meistens nicht. Wenn man am Motorrad Punkte verwendet, bei denen man bereits gegen die Federung arbeitet, muss das Motorrad so weit heruntergezogen werden, dass es auch bei Schlaglöchern nicht vom Boden abheben kann. Das ist vor allem vorne wichtig. Wenn es hinten etwas beweglicher ist, ist das nicht so schlimm. Zu viel darf's dort aber auch nicht werden.
    4. Die Zurrkräfte dürfen weder am Motorrad noch am befördernden Fahrzeug die Zurrpunkte überfordern. Wenn man also z. B. nur senkrechte oder fast senkrechte Verzurrmöglichkeiten zum Boden hat, gelingt eine Sicherung gegen Umkippen damit nicht, und man muss sehen, wie man auch die horizontalen Zentrifugalkräfte aufnehmen kann.
      Ein Beispiel dazu: Wenn der Gurt mit 30° zur Vertikalen gespannt ist und das Motorrad will in einer Kurve kippen, sodass auf Höhe das Zurrpunkts eine Kraft von 500 N (ca. 50 kgf) nach außen wirkt, wird der Gurt aufgrund des Hebels mit der doppelten Kraft, also 1000 N (entsprechend etwa 100 kgf) belastet, und diese Kraft wirkt natürlich genauso auch auf die Zurrpunkte. Wäre der Gurt komplett senkrecht, würde diese Kraft theoretisch unendlich, oder anders gesagt ist es damit unmöglich, gegen Umkippen zu sichern.
    5. Die Gurte dürfen nicht mit empfindlichen Teilen wie Kunststoffen (Kabel, Schläuche, Sitz, Plastikverkleidung, etc.) in Berührung kommen, sonst kommt es schnell zu Scheuerschäden.

    Ich vermute, Du hast die Codes mit dem Diagnosestecker ausgelesen. Hast Du da die Blinksignale der MIL oder der ABS-Leuchte gezählt? Ich frage, weil die nämlich sehr unterschiedliche Bedeutungen haben.


    MIL-Codes:

    • Code 11: Hinterrad-Drehzahlsensor, kein Signal (Motor läuft normal), mögliche Ursachen
      - Wackelkontakt oder schlechter Kontakt am Hinterrad-Drehzahlsensorstecker
      - Störung im Hinterrad-Drehzahlsensor oder im zugehörigen Schaltkreis
    • Code 21: Störung in der Lambdasonde Nr. 1/4 (Motor läuft normal), mögliche Ursachen
      - Wackelkontakt oder schlechter Kontakt am Lambdasondenstecker
      - Störung in der Lambdasonde oder im zugehörigen Schaltkreis
    • Code 51: gibt es bei der Crosstourer nicht

    ABS-Codes:

    • Code 11: Störung im Schaltkreis des Vorderrad-Drehzahlsensors (ABS-Funktion fällt aus), mögliche Ursachen
      - Raddrehzahlsensor oder Kabel
    • Code 21: Radschlupf (ABS-Funktion fällt aus), mögliche Ursachen
      - Fahrbedingung
      - Falsche Reifengröße
    • Code 51: Motor blockiert (ABS-Funktion fällt aus)

    Jochen Wenisch,


    das hier soll doch ein Forum sein, in dem jede Meinung erlaubt ist und auch kontrovers diskutiert werden darf und keine Sekte. Und wenn jemand zum Schluss kommt, lieber umzusteigen, darf er oder sie das hier auch gerne kund tun. Wir brauchen hier keine Glaubensbekenntnisse oder Treueschwüre. Und wenigstens mir sind alle diese "Häretiker" auch weiterhin willkommen.

    Ich habe vor mehreren Jahren eine Li-Ion-Batterie in einem Roller versucht, und auch wenn die Fahrzeuge recht unterschiedlich sind, lassen sich die Erfahrungen durchaus übertragen.

    Die wichtigste Erkenntnis war, dass bei Temperaturen von unter etwa 5° C die Batterie gleichsam zusammenbricht. Starten war völlig unmöglich, andere Verbraucher arbeiteten eingeschränkt. Das ist ein bekanntes Problem bei Li-Ion-Batterien, das nur durch spezielles Batteriemanagement (vorheizen) gelöst werden kann. Es kann sogar helfen, das Licht anzudrehen, bevor man startet, weil sich durch den Stromfluss die Batterie etwas erwärmt und dann die Leistung zunimmt, aber das habe ich nie ausprobiert.

    Die zweite Erkenntnis war, dass Li-Ion-Batterien durch die für Bleibatterien geplanten Ladeströme zerstört werden können. Das kann mittlerweile ein Problem der Vergangenheit sein, indem die Batterien bessere eigene Ladelogik implementieren, aber man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die Li-Ion-Batterie ausdrücklich für den Ersatz von Bleibatterien geeignet ist. Übrigens braucht man auch andere Ladegeräte oder welche, die alle Typen beherrschen, um z. B. im Winter die Batterie zu pflegen.

    Ich habe schließlich wieder auf eine Bleibatterie zurückgewechselt und seither keine Probleme mehr.

    Es war ein normales, großes Service, wie es alle 24.000 km fällig ist, bei dem sich herausgestellt hat, das

    1. die Kipphebel der Ventilsteuerung und
    2. der Unterzug der Schwinge

    ausgeschlagen waren und ausgetauscht werden mussten. Das war teuer, dafür ist jetzt alles wieder in einem Topzustand.