Den Crosstourer (ist der jetzt grammatikalisch maskuklin oder doch feminin?) hab ich 4 Tage lang in den Bergen gefahren. Dazu muss man sagen, dass ich in den Bergen schon viele verschiedene Motorräder bewegt habe und die letzte Dolomitentour mit meiner XT660X (Supermoto) gemacht habe.
Von der Honda war ich total positiv überrascht. Ist wendig in Wechselkurven, geht in den Serpentinen auch auf der Innenlinie bei Bedarf eng um die Ecke. Der Motor zieht schon ab 1800 Touren "ohne Mullen oder Knullen" auch mit Beifahrer aus der Kehre raus. Auch mit Beifahrer ist sie angenehm zu fahren.
Zugegeben: Eine BMW GS habe ich noch nie auf öffentlichen Staßen bewegt. Was man so hört, kann sie fahrtechnisch das meiste genauso gut oder sogar besser.
Meine persönliche Empfehlung an Dich:
Wenn Du eine Honda willst, kauf die Honda. Wenn Du eine BMW willst, kauf die BMW.
In dieser Fahrzeugkategorie spielen sich die echten Unterschiede in Bereichen ab, die der durchschnittliche Straßenfahrer nur selten erreicht.
Wenn Du "Crosstourer fahren" willst, kauf Dir einen. Wenn Du die angeblich "beste Reiseenduro auf dem Markt mit gutem Werterhalt" haben willst, kauf Dir eine BMW.
Wobei das mit dem Werterhalt auch nur bedingt stimmt - dafür gibt es einfach zu viele.
Alle anderen Kaufargumente sind rein subjektiv und kann man so oder so sehen.
Allerdings: Das Doppelkupplungsgetriebe finde ich genial und innovativ - und das bekommst Du nur hier.
Auch ich war lange hin und her gerissen und hab mich letztlich für die Honda entschieden.
Dem von Dir eingefügten Zitat kann ich keinen echten Sinn entnehmen. Wenn die Federung zu hart ist, kann man sie weicher stellen. Ob die BMW wirklich so geglitten sind, kann er nur beurteilen, wenn er selber draufgesessen ist. Das Bremsnicken haben alle Motorräder, außer eben BMW mit der Telelever Vorderradaufhängung. Dafür spürt man das Vorderrad im Grenzbereich nicht. Und zum Thema Integralbremssystem sollte sich eigentlich jeder Kommentar erübrigen - die Honda hat das auch.