Beiträge von Martin Hubweber

    Hallo,


    fahre morgen, 15.10. eine Runde durch die Eifel.
    Falls jemand mitfahren will...
    Abfahrt 10:00 Raststätte Peppenhoven West (Rheinbach), Mittagessen in Adenau und Endpunkt Café Ahrbrück - vermutlich gegen 14:00.
    Kurven und Serpentinen, zügige Fahrweise.
    Bislang sind wir zu dritt - Ich, AfricaTwin und eine alte V-Max.

    Da mein Moped bald drei Jahre alt sein wird und auch die 40.000km wohl in diesem Winter fällig werden, hab ich mir das Heft " Honda Quality Ride" mitgenommen, um nachzulesen, welcher Leistungsumfang von der Anschlussgrantie geboten wird.


    Fazit: alles, was kaputtgehen kann, ist ausgeschlossen:


    Korrosionsschäden am Auspuffsystem
    Sämtliche Verkleidungsteile, insbesondere Lackarbeiten, Lack- und Korrosionsschäden...
    Reifen und Felgen, RDC-Sensoren
    Glas, Gehäuse und Leuchtmittel von Scheinwerfern, Rück-, Brems- und Blinkleuchten, Instrumente (Undichtigkeit und äußere Beschädigung)
    Batterie, Kupplung "komplett"
    Stoßdämpfer


    Der Anspruch ist in der Höhe Begrenzt auf:
    Den Zeitwert des Motorrades abzüglich Restwert, zur Zeit des Eintritts des Garantiefalles
    maximal EUR 2.000,- für die Summe aller Schäden


    Eingeschlossen ist dann wohl nur ein Brechen des Rahmens, der Kardanantrieb (der ja eh bei jedem erneuert wurde...) und Motorschaden


    Ich finde für mein Geld sicher eine sinnvollere Verwendung, als es der Allianz zu schenken...

    Hallo,


    vor drei Wochen bei der 36.000km Inspektion / Krad zweieinhalb Jahre alt hab ich den ersten Garantieantrag stellen lassen.


    Die Schrauben der Plastikabdeckung am DCT und die Schraube, die hinten den Auspufftopf hält waren verrostet. Solche Qualität kannte ich in dreißig Jahren Motorraderfahrung nur von Suzuki... keine der sechs Hondas, die ich vor der Crosstourer hatte, hatte verrostete Schrauben und die Kräder waren allesamt sehr viel älter...


    Als langjähriger zufriedener Honda-Kunde war ich mir sicher: die Schrauben werden auf Garantie oder Kulanz ersetzt.


    Da hatte ich mich wohl vertan:
    Der Garantieantrag wurde mit Hinweis auf Seite 9 e) (nicht f)!?) abgelehnt.
    "e) Alterserscheinungen (z.B.: das Verblassen lackierter oder metallüberzogener Oberflächen)." ist von der Garantie ausgeschlossen.
    Ein Büroangestellter hatte also die Chance: ein treuer Kunde, der ein Motorrad für 13.500,-€ gekauft hat und noch nie einen Garantieschaden abgerechnet hat, kann mit einem Kostenaufwand von geschätzten 5,-€ weiterhin zufrieden sein - oder nicht.
    Meine Honda-Illusion interessierte nicht die Bohne: abgelehnt!


    Da ich die völlig verrosteten Schrauben nicht am Moped haben wollte - sieht scheiße aus und Rost ist ansteckend... hab ich die Schrauben dann bestellt und selbst bezahlt.


    Da kam dann die nächste Erfahrung mit Honda-after-sales: drei mickerige Schräubchen, die aussehen als seien sie gebraucht, kosten über 20,-€.


    Also rufe ich bei Honda an. Die Telefonnummer der "Kundenbetreuung" steht ja auf der Rückseite des Garantieheftes.
    Erster Versuch: Ein Herr, den ich kaum verstehen kann meldet sich. Nach mehrmaligem Nachfragen glaube ich , seinen Namen verstanden zu haben. Vermutlich russisch. Er spricht und versteht kaum Deutsch.
    Ich lese ihm die Garantieantragsnummer, die mir die Werkstatt aufgeschrieben hatte insgesamt 4 mal vor, bis er glaubt, sie verstanden zu haben.
    Dann erklärt er mir, die Nummer sei zu lang.
    Ich bitte, das nochmal zu überprüfen, da legt er auf.
    Kundenservice! Super!
    Also rufe ich wieder an.
    Erst geht niemand dran - nach mehreren Versuchen meldet sich jemand mit spanischem Nachnamen, der akzentfrei Deutsch spricht und sehr freundlich und hilfsbereit ist.
    Bei ihm ist die Nummer auch nicht zu lang - er findet sofort den Vorgang und nimmt mein Anliegen auf.
    Er notiert meine "Beschwerde", vergibt eine neue Bearbeitungsnummer und nimmt meine Anmerkung auf, das es sich nicht um Verblassen sondern um Rost handelt...
    Herr L. stellt in Aussicht, Honda werde sich bei mir melden - ich müsse nicht selbst weider anrufen.
    Das ist jetzt 16 Tage her.
    Gemeldet hat sich niemand.


    Danke Honda, dass Du mir mit so einfachen Mitteln gezeigt hast, wie wichtig ich Dir als Kunde bin und welche Geisteshaltung im Unternehmen Herrscht!


    Wenn Herr Harrer beim nächsten Treffen wieder ein Abendessen ausgibt, schmeiß ich ihm die verrosteten Schrauben in die Suppe...

    Hallo Manfred,


    habe auch nochmal versucht nach Daten zu googeln.


    Das Einzige, was ich finden konnte ist, dass das Öl ein cST@40C von 33,2 haben soll.
    Das ist wohl recht nah am Showa SS-8 oder Honda 10 die mit 36,8 und 35,2 angegeben sind.
    Einen Viscositätsindex habe ich nirgends gefunden - hoffen wir mal, das die Temperaturbeständigkeit nicht wesentlich schlechter ist, als bei anderen Ölen.


    Gruß,


    Martin

    Hallo Manfred,


    danke für den Hinweis.
    Die Einstellung war noch von vorher übriggebblieben - als die zu weichen Originalfedern drin waren.


    Hab mir nach Deinem Tip ein paar Videos zum Thema Fahrwerksabstimmung angesehen (1000PS erc.) und werd mal probieren, was sich da noch weiter verbessern lässt.


    Ich war mit den neuen Federn im direkten Vergleich zu vorher erst mal so zufrieden, dass ich keinen akuten Verbesserungsbedarf gesehen hatte.


    Inwieweit spielt eigentlich meine Physiognomie eine Rolle? Du weißt ja, ich fahre immer mit zwei Personen auf dem Vordersitz :oops: .
    Das sollte doch auch einen Gewissen Einfluss auf die Trägheit beim Ausfedern haben?


    Hab nochmal auf die Rechnung geschaut - stehen 1,08l Yamalube 10W drauf - gegoogelt: das mittlere von drei Yamaha Gabelölen. Auf meinen Hinweis bei der Abholung, Yamaha-Öl ginge ja gar nicht :naughty:, sagte man mir, das,Öl sei eh das Gleiche wie Honda, bei beiden wäre Motul? (Mein Alzheimer...) drin.


    Gruß,


    Martin

    Hallo,


    Ich hab mal diesen alten Fred ausgegraben, da ich meine Erfahrungen mit den Wilbers Promoto Gabelfedern teilen will.
    Es gibt ja hier bereits viele lange und wortreiche Erfahrungsberichte - da wollte ich dann auch nicht den 35. zum selben Thema eröffnen...
    Obwohl alle alten Berichte hier gelesen hatte, wusste ich immer noch nicht, was die jeweilige Veränderung denn bringen würde.
    Auch über die Kosten erfährt man meist nichts...


    Mein Problem: Die originale Gabel machte bei kurzen, harten Stößen (zu tief liegender Kanaldeckel, Wurzel unter dem Asphalt...) den Eindruck, als sei sie starr / nicht gefedert. Es ging jedes mal durch Mark und Pfennig... Habe alle Einstellungen probiert und keine wesentliche Verbesserung erreicht.


    Aktion: Bei der 36.000er Inspektion sollten neue Federn in die Gabel. Wilbers waren so preiswert, dass ich eine Fehlinvestition in Kauf nehmen würde.
    Habe im Netz versucht, herauszubekommen, wie die Wilbers sich von den originalen Federn unterscheiden: nichts gefunden, außer, dass sie "besser" sein sollten...
    Nirgens Daten oder gar Diagramme.
    Mein Händler hat bei Wilbers angerufen und erfahren, dass die Promoto 10% härter sein sollen als Original.
    Die einfachen Promoto unterscheiden sich angeblich von den 30,-€ teureren "Zero Friction" durch geringere Toleranzen der Zeros und dadurch, dass diese inclusive Öl geliefert werden.
    Hörte sich nach Geldschneiderei an, also entschied ich mich für die billigen Wilbers zu 109,-€.
    Die Werkstatt hat die Federn bei der Inspektion eingebaut und Yamalube 10W Gabelöl eingefüllt - normale Menge.


    Ergebnis: Bei der Abholung fällt mir sofort auf, dass sich das Motorrad beim Aufsitzen straffer anfühlt. Es federt deutlich weniger ein.
    Die Vorspannungseinstellung hatte der Monteur nicht verändert, sie war komplett eingeschraubt also maximal hart.
    Insgesamt ist das Fahrgefühl jetzt straff und sportlich. Bei mancher kurzen Welle habe ich den Eindruck, dass das Vorderrad hüpft / kurz abhebt. Es fühlt sich zwar nicht mehr wie Durchschlagen an, aber nicht optimal.
    Mittlerweile habe ich zwei Ringe draußen / sichtbar an den Verstellern und die Dänpfung komlett offen / maximal weich. Das Hüpfen ist weg.
    Ich bin nun weitgehend zufrieden mit dem Fahrwerk. Das Überfahren kurzer und harter Unebenheiten spürt man zwar noch, aber der Eindruck ist, dass da jetzt eine Federung arbeitet.
    Auch bei den Stufen, die man eingangs mancher verkehrsberuhigter Zone auf-und ausgangs wieder abfährt, fühlt es sich jetzt gefedert, gedämpft und souverän an - sowohl alleine als auch mit Sozia.
    Ich werde die Vorspannung versuchsweise einen weiteren Ring entlasten - mal sehen, wie es sich dann anfühlt.


    Ich vermute, dass der Progressionsverlauf der Wilbers auch ein anderer ist, als bei der Originalfeder - es fühlt sich nicht an, wie einfach nur härter.


    Alles in Allem 230,-€ Gesamtaufwand für Federn+Öl+Einbau, die sich gelohnt haben.


    Ich habe den Eindruck, dass durch die geänderte Geometrie (weniger eingetaucht / vorne höher) auch das Federbein anders arbeitet.
    Ich muss mir die 800,-€ abzügl. evtl. 10% Winterrabatt für den Nivomat noch ein paar mal schönrechnen.
    Werde erst mal ein Bißchen mehr Dämpfung am Originalbein hinten einstellen und dann mal sehen (wippt nach manchen Wellen hin und wieder ein wenig nach - Vorspannung hab ich hinten maximal hoch)


    Ich würde die Promoto empfehlen, wenn jemand die gleichen Probleme mit der Gabel hat.


    Gruß,


    Martin