Beiträge von DeltaWhisky

    Jochen Wenisch,


    das hier soll doch ein Forum sein, in dem jede Meinung erlaubt ist und auch kontrovers diskutiert werden darf und keine Sekte. Und wenn jemand zum Schluss kommt, lieber umzusteigen, darf er oder sie das hier auch gerne kund tun. Wir brauchen hier keine Glaubensbekenntnisse oder Treueschwüre. Und wenigstens mir sind alle diese "Häretiker" auch weiterhin willkommen.

    Ich habe vor mehreren Jahren eine Li-Ion-Batterie in einem Roller versucht, und auch wenn die Fahrzeuge recht unterschiedlich sind, lassen sich die Erfahrungen durchaus übertragen.

    Die wichtigste Erkenntnis war, dass bei Temperaturen von unter etwa 5° C die Batterie gleichsam zusammenbricht. Starten war völlig unmöglich, andere Verbraucher arbeiteten eingeschränkt. Das ist ein bekanntes Problem bei Li-Ion-Batterien, das nur durch spezielles Batteriemanagement (vorheizen) gelöst werden kann. Es kann sogar helfen, das Licht anzudrehen, bevor man startet, weil sich durch den Stromfluss die Batterie etwas erwärmt und dann die Leistung zunimmt, aber das habe ich nie ausprobiert.

    Die zweite Erkenntnis war, dass Li-Ion-Batterien durch die für Bleibatterien geplanten Ladeströme zerstört werden können. Das kann mittlerweile ein Problem der Vergangenheit sein, indem die Batterien bessere eigene Ladelogik implementieren, aber man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die Li-Ion-Batterie ausdrücklich für den Ersatz von Bleibatterien geeignet ist. Übrigens braucht man auch andere Ladegeräte oder welche, die alle Typen beherrschen, um z. B. im Winter die Batterie zu pflegen.

    Ich habe schließlich wieder auf eine Bleibatterie zurückgewechselt und seither keine Probleme mehr.

    Es war ein normales, großes Service, wie es alle 24.000 km fällig ist, bei dem sich herausgestellt hat, das

    1. die Kipphebel der Ventilsteuerung und
    2. der Unterzug der Schwinge

    ausgeschlagen waren und ausgetauscht werden mussten. Das war teuer, dafür ist jetzt alles wieder in einem Topzustand.

    Mit Sicherheit nicht. Meine hat jetzt 120.000 km drauf (mit 80.000 km habe ich sie gekauft), und nach einem (zugegebenermaßen sehr) großen Service ist sie jetzt wieder bereit für viele lange Touren.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, die Schutzkappe ist nur gesteckt, sitzt aber trotzdem recht fest. Im Zweifelsfall nimm eine dicke Nadel oder einen kleinen Schraubenzieher, um Stecker und Kappe zu trennen.

    Ich habe mir auch die Haken bei der Diagnosebuchse entfernt, damit ich sie ohne Gefummel wieder runter bekomme.

    Immerhin macht Honda den Rückruf, steht also zu seinem Fehler und ist bereit, ihn zu beheben. KTM hatte mit mangelnder Schmierung Probleme, die zu eingelaufenen Nockenwellen und somit schlimmen Motorschäden führte und erklärte, der Kunde sei schuld, weil er das Öl zu spät oder falsch gewechselt hätte, sogar wenn alle Ölwechsel vorschriftsgemäß in der Fachwerkstatt durchgeführt wurden.

    Auch bei den ersten unserer CTs gab es einen Rückruf wegen der Kardanwelle. Es kann also selbst bei Honda immer wieder vorkommen, dass es ein Qualitätsproblem gibt, entscheidend ist aber, wie der Hersteller damit umgeht.